Schutzkonzept

Schutzkonzept

      • Schutzkonzept gegen Gewalt

      • Wir wollen eine Schulgemeinschaft sein, die hinsieht, hinhört, ernst nimmt und besonnen handelt – eine Schule, in der Kinder und Jugendliche sicher lernen, leben und sich entwickeln können.

        Unsere Schule ist ein Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens. Kinder und Jugendliche verbringen einen bedeutenden Teil ihres Alltags bei uns, knüpfen Beziehungen, entwickeln ihre Persönlichkeit, erproben Selbstständigkeit und erfahren Gemeinschaft. Daraus erwächst für uns eine besondere Verantwortung: Alle Schülerinnen und Schüler haben das Recht, sich an unserer Schule sicher und angenommen zu fühlen und vor Gewalt, Grenzverletzungen und Gefährdungen geschützt zu werden.

        Ausgangspunkt unseres pädagogischen Handelns ist die Achtung der Würde und Einzigartigkeit jedes Kindes und jedes Jugendlichen. Die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Schutz, Förderung und Beteiligung bilden deshalb eine wesentliche Grundlage unseres schulischen Zusammenlebens. Wir respektieren persönliche Grenzen und treten körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt, Vernachlässigung, Diskriminierung und Machtmissbrauch entschieden entgegen.

        Kinderschutz beginnt für uns nicht erst dann, wenn ein konkreter Verdacht oder eine Gefährdung bekannt wird. Er zeigt sich im täglichen Umgang miteinander, in der Gestaltung pädagogischer Beziehungen, in verlässlichen Regeln und transparenten Strukturen, in Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten und in der Bereitschaft, hinzusehen und zuzuhören. Prävention, frühzeitiges Erkennen und fachlich abgestimmtes Handeln gehören für uns untrennbar zusammen.

        Unsere Schule versteht sich dabei als Schutzort und Kompetenzort. Als Schutzort gestalten wir unsere Strukturen und unser Handeln so, dass Grenzverletzungen und Gewalt innerhalb der Schule möglichst verhindert, frühzeitig wahrgenommen und beendet werden. Dies schließt Gewalt unter Schülerinnen und Schülern ebenso ein wie Grenzverletzungen und Gewalt durch Erwachsene sowie Gefährdungen im Zusammenhang mit digitalen Medien ein. Als Kompetenzort wollen wir zugleich eine verlässliche Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sein, die innerhalb oder außerhalb der Schule Gewalt, Vernachlässigung oder andere Gefährdungen erfahren.

        Besondere Verantwortung tragen die Erwachsenen. Pädagogische Beziehungen sind von Vertrauen, Nähe und einem strukturellen Machtgefälle geprägt. Alle in unserer Schule und für unsere Schülerinnen und Schüler tätigen Personen sind deshalb verpflichtet, ihre professionelle Rolle verantwortungsvoll wahrzunehmen, persönliche Grenzen zu achten und ihr eigenes Handeln zu reflektieren. Kinderschutz ist keine Aufgabe einzelner Beauftragter, sondern eine gemeinsame Verantwortung.

        Kinder und Jugendliche sind dabei nicht nur Schutzbedürftige, sondern Träger eigener Rechte und aktive Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Ihre Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Beschwerden werden ernst genommen. Sie sollen erfahren, dass sie ihre Grenzen benennen, „Nein“ sagen, Fragen stellen und sich Hilfe holen dürfen. Beteiligung und Mitbestimmung sind deshalb wesentliche Bestandteile unseres Schutzverständnisses.

        Mit diesem Kinderschutzkonzept schaffen wir einen verbindlichen Rahmen für Prävention, Wahrnehmung, Beratung und Intervention. Es gibt Schülerinnen und Schülern, Sorgeberechtigten und allen an Schule tätigen Personen Orientierung und legt Verantwortlichkeiten, Verhaltensstandards, Beteiligungs- und Beschwerdewege sowie Verfahren für den Umgang mit Verdachts- und Gefährdungssituationen fest. Niemand soll mit einer Beobachtung, einer Vermutung oder einem Verdachtsfall allein bleiben.

        Unser Kinderschutzkonzept ist zugleich Ausdruck einer lernenden und sich weiterentwickelnden Schule. Es lebt davon, dass seine Grundsätze im Schulalltag umgesetzt, Erfahrungen reflektiert und bestehende Strukturen regelmäßig überprüft werden. Schülerinnen und Schüler, Sorgeberechtigte, pädagogische und nichtpädagogische Beschäftigte sowie weitere an unserem Schulleben Beteiligte tragen hierzu gemeinsam bei.

         

        Das ausführliche Schutzkonzept finden sie hier verlinkt. Eine gekürzte Version ist in Arbeit.

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